Homo Magi 

Satanische Rituale

07.08.2022

Hallo Salamander,

wir erinnern uns: Es war eine Art Teilchenbeschleuniger, der „Howard the Duck“ in unser Universum brachte. Die deutsche Wikipedia schreibt „[e]in außer Kontrolle geratenes Experiment“[1]. Die englische Wikipedia verwirrt uns weiter, was die Ursache betrifft, warum Howard und ein schreckliches, außerirdisches Monster auf die Erde kommen:

Upon their arrival at the laboratory, the laser spectroscope malfunctions upon activation, raising the possibility of something else being transported to Earth. At this point, Dr. Walter Jenning is possessed by a life form from a distant region of space. When they visit a diner, the creature introduces itself as a „Dark Overlord of the Universe“ and demonstrates its developing mental powers by destroying the table, utensils, and condiments. A fight ensues when a group of truckers in the diner begins to insult Howard. Howard is captured and is almost killed by the diner chef, but the Dark Overlord destroys the diner and escapes with Beverly.[2]

Warum ich diesen echt obskuren Film erwähne, der nur im Rahmen der Presse um die aktuellen Marvel-Verfilmungen mal am Rande auftaucht? Weil jetzt endlich erkannt wurde, dass diese Geräte (Hinweis: Teilchenbeschleuniger) gefährlich sind.

Wir wissen es endlich: Das Böse wohnt im CERN (die „Europäische Organisation für Kernforschung“ bei Genf). In der Presse liest man Folgendes:

Drei Jahre lang wurde der Teilchenbeschleuniger im Schweizer Forschungsinstitut Cern gewartet und erweitert. Vor wenigen Tagen nahm er wieder seinen Betrieb auf. Das erste Experiment brachte gleich neue Erkenntnisse. Der Large Hadron Collider (LHC) ermöglichte die Entdeckung dreier neuer, exotischer Teilchen.

Während Teilchenphysiker und andere Freunde der Wissenschaft die Versuche mit neugieriger Spannung mitverfolgten, grassierte bei anderen offenbar die blanke Angst. Esoteriker und Verschwörungserzähler waren weniger an neuen Erkenntnissen interessiert, sondern befürchteten, dass die Erde bald von dunklen Mächten aus einer Paralleldimension heimgesucht werden könnte. (…)[3]

Was wird da befürchtet?

„Wer hat schon seit einer Weile gefühlt, dass eine große Veränderung kommt?“, wird etwa ein Nutzer zitiert, der nach eigenen Angaben ausgebildeter Astrologe ist. „Am 5. Juli werden wir die Zeitlinie wechseln, wenn Cern sein Maschinending einschaltet und ein Portal öffnet, durch das auch das Unbekannte hereinkommt.” (…)

„Ich habe mir das angeschaut“, so ein anderer Nutzer. Er empfiehlt, Ausschau nach einem verzehnfachten Auftreten des sogenannten Mandela-Effekts zu halten. Denn schon 2012 sei dieser wegen der hohen elektrischen Spannung bei einem LHC-Versuch verstärkt worden. Der Nutzer ist überzeugt: „Was auch immer sie für ein Portal öffnen, sie sollten es besser nicht tun“.[4]

Und weiter:

Offenkundig führte der Versuch am LHC am 5. Juli auch nicht zu einem Dimensionswechsel. Davon ließen sich aber manche Verschwörungserzähler nicht beeindrucken. „Viele verharmlosen, wie gefährlich die Agenda des Cern ist“, so der Twitter-User „Reptile Hybrid“, dessen Konto ausschließlich aus Verschwörungserzählungen und Esoterik besteht. „Es ist nicht so, dass gleich Wesen aus einem Portal springen und jeden töten. So funktionieren satanische Rituale nicht. Die Folgen dessen, was passiert ist, werden sich in den kommenden Monaten entfalten.“

Einige Stunden zuvor klang er noch wesentlich besorgter: „In 8 Stunden werden die Tore zur »Hölle« geöffnet. Transdimensionale reptiloide Wesen haben es auf euch und eure Familie abgesehen. Das ist keine Übung.“[5]

Hey! Erst kommt die Ente, dann kommen die Dark Overlords of the Universe. Soviel Zeit muss sein … und die Ente ist noch nicht da. Ruhig bleiben

 


 

 

 

 

 


 

 

 


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